Wer heute in Basel-Stadt qualifizierte Mitarbeitende sucht, steht in vielen Bereichen vor grossen Herausforderungen. Ob Life Sciences, Gesundheitswesen, Bildung oder Gewerbe – der Mangel an Fachkräften nimmt zu. Gleichzeitig verlassen jedes Jahr zahlreiche gut ausgebildete und erfahrene Arbeitskräfte den Arbeitsmarkt, obwohl viele von ihnen ihre Kenntnisse und ihre Erfahrung weiterhin einbringen möchten. Dieses Potenzial gilt es besser zu nutzen.
Erfahrung soll sich lohnen
Wer nach dem Referenzalter weiterarbeitet, tut dies freiwillig und leistet einen wertvollen Beitrag zur Sicherung des Wirtschaftsstandorts und zur Entschärfung des Fachkräftemangels. Erfahrene Berufsleute geben ihr Wissen weiter, entlasten Betriebe und tragen zur Kontinuität in den Unternehmen bei.
Zudem leisten sie weiterhin Beiträge an die Sozialversicherungen und stärken damit deren Finanzierung – obwohl sie von einzelnen Versicherungszweigen selbst kaum oder gar nicht mehr zusätzlich profitieren. Dennoch bestehen heute verschiedene finanzielle, administrative und regulatorische Hürden, welche die Weiterbeschäftigung unnötig erschweren.
Vorstoss verlangt konkrete Massnahmen
Der eingereichte Vorstoss verlangt vom Regierungsrat aufzuzeigen, mit welchen Massnahmen die freiwillige Erwerbstätigkeit nach Erreichen des Referenzalters gezielt gefördert werden kann. Im Vordergrund stehen der Abbau administrativer und gesetzlicher Hürden, die Überprüfung bestehender Alterslimiten sowie die Schaffung attraktiver Rahmenbedingungen für Arbeitnehmende und Arbeitgeber. Ergänzend sollen auch finanzielle Anreize – insbesondere mögliche steuerliche Entlastungen – geprüft werden.
Wer im Alter freiwillig weiterarbeitet, stärkt nicht nur die Unternehmen, sondern auch die Sozialwerke und die Volkswirtschaft insgesamt. Basel-Stadt kann es sich angesichts des Fachkräftemangels nicht leisten, auf das Wissen, die Erfahrung und die Leistungsbereitschaft dieser Menschen zu verzichten.